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Unternehmensstabilisierungs- und restrukturierungsgesetz – StaRUG

Eingetragen am 3. Januar 2021

Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt zum 29.12.2020 des Sanierungs- und Insolvenzrechtsfortentwicklungsgesetzes, SanInsFoG können jetzt ab dem 1. Januar 2021 in die Krise geratenen Unternehmen, die „nur“ eine drohende Zahlungsunfähigkeit, aber ein funktionierendes Geschäftsmodell haben, im gesetzlich geschützten Rahmen eine Einigung mit den Gläubigern verhandeln. Kernbestandteil ist der Restrukturierungsplan, mit dem der Schuldner autonom ein mit den Gläubigern vereinbartes Sanierungskonzept umsetzen kann; Es gilt eine Vollstreckungs- und Verwertungssperre bis zur Planannahme. Der Artikel 1, das Unternehmensstabilisierungs- und restrukturierungsgesetz – StaRUG im Überblick:

 

Inhalt (insb. Teil 2 als der 2019 von der EU geforderte Präventive Restrukturierungsrahmen)

  • Teil 1: Krisenfrüherkennung und Krisenmanagement, §1
  • Teil 2: Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen, §§ 2-93
  • Teil 3: Sanierungsmoderation, §§ 94-100
  • Teil 4: Frühwarnsysteme, §§ 101-102

Beschlussfassung (im parlamentarischen Gesetzgebungsverfahren)

  1. Die Position der Mitarbeiter im Unternehmen bleibt unberührt, § 92
  2. Das Gericht kann einen Gläubigerbeirat einsetzen, der dann einstimmig beschließen muss, § 93
  3. Die verschärften Haftungsregelungen für Geschäftsleiter des Gesetzesentwurfs wurden gestrichen
  4. Die Möglichkeit der vorzeitigen Vertragsbeendigung des Gesetzesentwurfs wurde gestrichen
  5. Die geplante Konzentration der gerichtlichen Zuständigkeiten des Gesetzesentwurfs wurde gestrichen

Argumente (die gegen einen Missbrauch sprechen)

  • 75 % Zustimmung in den einzelnen Gläubigerklassen werden benötigt
  • Keine Schlechterstellung der Gläubiger gegenüber des Zustands ohne Sanierungsplan
  • Mit einer „Vergleichsrechnung“ muss belegt werden können, dass die Forderungsverzichte besser sind als zu anderen Optionen

Was ist das Ziel des StaRUG?

  • Die Sanierung eines Unternehmens sowie die Abwendung einer wahrscheinlichen Insolvenz; Der Zustand der drohenden Zahlungsunfähigkeit soll eigenständig verhandelt werden können, um dem Unternehmen wieder Liquidität zu verschaffen; Eine einschlägige Checkliste für das Erkennen einer Unternehmenskrise im Selbstcheck wird auf der Homepage des BMJV veröffentlicht
  • Das Amtsgericht ist das Restrukturierungsgericht; Es gibt keine förmliche Verfahrenseröffnung; Die gerichtliche Begleitung ist nicht zwingend vorgeschrieben, aber von Vorteil, da nur durch eine gerichtliche Bestätigung der Plan auch gegenüber den ablehnenden Gläubigern wirksam wird
  • Eine Veröffentlichung ist nicht vorgesehen, auf Antrag aber möglich
  • Es gilt der „Eigenverwaltungsgrundsatz“ für die im Unternehmen eingesetzten Geschäftsleiter
  • Mit den Gläubigern, die nach Gruppen (Gleichbehandlung innerhalb der Gruppe) eingeteilt sind, wird ein Restrukturierungsplan (Krisenursachen, Sanierungsmaßnahmen, Vergleichsrechnung, Festlegung der zu gestaltenden Restrukturierungsforderungen oder Absonderungsanwartschaften, etc.) erarbeitet; Dieser kann in die Forderungen der betroffenen Gläubiger eingreifen, wie bspw. Stundung oder Haircut

Welche Vorteile ergeben sich gegenüber der Insolvenz?

  • Nicht in der Insolvenzordnung verankert, sondern als Unternehmensstabilisierungs- und -restrukturierungsgesetz (StaRUG); Das sanierte Unternehmen hat kein „Insolvenzstigma“ gegenüber Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter und sonstigen Stakeholdern
  • Die Vollstreckungs- und Verwertungssperre ist für längstens 4 Monate ausgelegt, d.h. in diesem Zeitraum ist für die Gläubiger der Vermögenszugriff versagt
  • Für die Annahme des Restrukturierungsplans reichen 75 % Zustimmung der einbezogenen Gläubiger in der gebildeten Gläubigerklasse; Demzufolge können Minderheitsgläubiger die Sanierung nicht behindern
  • Für das Orchestrieren der Interessen einzelner Gläubiger kann ein Sanierungsmoderator eingesetzt werden; Der Einsatz eines Restrukturierungsbeauftragten ist nur in Ausnahmefällen angedacht
  • Die Inhalte des Restrukturierungsplans sind als Checkliste auf der Homepage des BMJV veröffentlicht

Welche Sanierungsgrenzen hat das StaRUG?

  • Keine Eingriffsmöglichkeit in Arbeitnehmerverträge und Pensionsverpflichtungsvereinbarungen
  • Keine Beanspruchung von Insolvenzgeld zum temporären Reduzieren der Personalkosten
  • Keine Kündigung von Verträgen mit Dritten

Was können wir Restrukturierungsberater dazu beitragen?

  • Fachgerechtes Ausloten der Sanierungsvarianten außergerichtliche Sanierung, Stabilitäts- und Restrukturierungsrahmen sowie Insolvenz (i.W. als Eigenverwaltung), insb. unter der Berücksichtigung der vom Gesetzgeber geforderten Vergleichsrechnung
  • Kompetenz in der Moderation auch komplexer Gläubigerbeziehungen
  • Beherrschen im Aufbau, Modellieren und Moderieren einer integrierten Planung, um auf einer validen Datenbasis Entscheidungen treffen zu können
  • Anpassung am Geschäftsmodell auf der Basis der Werttreiber im Unternehmen vornehmen

Unser Fazit

Der Stabilitäts- und Restrukturierungsrahmen ist ein pragmatisches (finanzwirtschaftliches) Sanierungsinstrument (die Initiative wird vom Schuldner ergriffen), dass komplex und beratungsintensiv ist. Es wird mit dem Überwinden von Akkordstörern (Kleingläubiger, die sich gegen einen Mehrheitsbeschluss stellen) seine Anwendung finden. Die Durchführung ist nicht öffentlich und die Unternehmen sind nicht mit einem Insolvenzstigma versehen. Die Entschuldung findet bei Unternehmen mit einem funktionierenden Geschäftsmodell hinter den Kulissen dezent mit einzelnen Gläubigergruppen statt. Für eine erfolgreiche Sanierung ist eine strukturierte und gut geplante Vorbereitung eine unabdingbare Voraussetzung, die von einem Restrukturierungsberater, wie der Quest Consulting AG, auch im Rahmen unserer KMU-Beratung begleitet werden kann.

Bundesgesetzblatt SanInsFoG

Stand 02.01.2021

 

 

Prof. (FH) Dr. Markus W. Exler

Eingetragen am 2. Januar 2021

Assoziierter Partner, Quest Consulting AG, Rosenheim

  • Stabilisierungs- und Restrukturierungsrahmen: Moderation komplexer Gläubigerbeziehungen; Aufbau und Modellieren einer integrierten Planung; Anpassung am Geschäftsmodell auf der Basis der Werttreiber im Unternehmen; Erarbeiten eines Restrukturierungsplans, welcher vom Gericht akzeptiert wird, um ein mit den Gläubigern vereinbartes Sanierungskonzept umsetzen zu können
  • Quick-Check: Herausarbeiten einer sachgerechten Einschätzung der Liquiditätssituation; Entwickeln einer integrierten Planung auf Grundlage der historischen Jahresabschlüsse sowie Herausarbeiten umsetzbarer Restrukturierungsmaßnahmen
  • Sanierungsgutachten: Analyse von Krisenursachen; Maßnahmen zur stadiengerechten Bewältigung der Krise sowie Aussage zur Sanierungsfähigkeit mit integriertem Sanierungsplan und Umsetzungsbegleitung
  • Distressed M&A: Aufbereitung aussagefähiger Unterlagen und Datenraum, Kaufpreiseinschätzung sowie Käuferansprache; Unterstützen beim Sondieren der bindenden Angebote

Professor & Leiter, Institut für Grenzüberschreitende Restrukturierung der Fachhochschule Kufstein Tirol

  • Beschäftigen mit Methoden Veränderungsprozesse im gesamten Lebenszyklus in Unternehmen umzusetzen. Agile Unternehmen erfassen die technologische Transformation und die damit notwendigen Veränderungen als Chance, entwickeln kundenorientierte Innovationen und hinterfragen ständig das Geschäftsmodell.
  • Die Kernaktivitäten sind eine Jahreskonferenz, ein hochschulzertifizierter Lehrgang, ein Master-Studiengang sowie Forschung und eine Netzwerkplattform für Turnaround Professionals. 

Wissenschaftlicher Beirat, BDU-Fachverband Sanierungs- und Insolvenzberatung

Herausgeberbeirat, KSI – Fachzeitschrift für Krisen-, Sanierungs- und Insolvenzberatung

Editorial Board, Indian Journal of Finance

Gastprofessor, Galgotias University, Greater Noida/India

Bis 2011 Geschäftsführender Gesellschafter, M.A.C. Mergers & Acquisitions-Consulting GmbH, Wien; Bis 2001 Prokurist, Interfinanz GmbH, Düsseldorf; Trainee Programm, Hypo-Vereinsbank AG, New York; Studium & Promotion, Wirtschafts- und sozialwissenschaftliche Fakultät, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Interview mit Markus Exler: Eine moderne Form der Sabotage, Münchner Merkur, Nr. 56, 7./8.3.2020

Portrait im INDAT Report 2016

Markus Exler lebt in Nürnberg und in Kufstein

 

 

9. Internationales Symposium Restrukturierung – 2020 als Live-Streaming Veranstaltung

Eingetragen am 2. Dezember 2020

Gut 800 Teilnehmende nahmen am 23.10.2020 via Live-Stream an unserem 9. Internationalen Symposium Restrukturierung teil. In einer dreistündigen Podiumsdiskussion, unterbrochen mit Vorträgen sprachen wir über die Themen Führen von virtuellen Teams, Digitalisierung und Geschäftsmodellentwicklung. Der Management Talk ist seit 2012 ein wertgeschätzter Impulsgeber für Führungskräfte, Unternehmer sowie Vertreter aus Insolvenzverwaltung, Unternehmensberatung, Interim Management und Kreditinstitute. Auch heuer ist es Markus Exler gelungen, faszinierende Referenten auch jenseits des Mainstreams einzuladen, vgl. Flyer 2020

Zur Videoaufzeichnung der Livestream Veranstaltung

 

Die Live-Veranstaltung 2019 bei uns an der Hochschule in Kufstein:

Einen Rückblick 2020 sowie der letzten Jahre mit allen Vorträgen & Fotogalerie finden Sie hier

Die Jahreskonferenz 2020 wurde besprochen im …

Für den 22. Oktober 2021 planen wir unsere Jubiläumsveranstaltung 10. Internationales Symposium Restrukturierung unter dem Rahmenthema “Wie geht´s weiter?” wieder als Präsenzveranstaltung durchzuführen, die wir auch ins Netz streamen. Unsere Themen:

  • Der Blick auf die Makroökonomie -> Wie entwickeln sich die großen Volkswirtschaftsregionen politisch und wirtschaftlich?
  • Die Umsetzung des Präventiven Restrukturierungsrahmens -> Welche operativen Erfahrungen gibt es in Deutschland und Österreich?
  • Der strukturelle Wandel -> Wie viel Transformation nehmen wir wahr und was verändert sich konkret?

 

 

Logo Verlag Indat verlinkt auf Website

Peter Reuter (INDat Report) im Gespräch mit Markus Exler

 

 

Certified Turnaround Professional 2020

Eingetragen am 27. September 2020

Am Institut für Grenzüberschreitende Restrukturierung der Fachhochschule Kufstein endete im September 2020 die siebte Staffel des 3×3-tägigen hochschulzertifizierten Lehrgangs Certified Turnaround ProfessionalCITuP, die wir online durchgeführt haben.

     CITuP 2018

Ziel der Wissens- und Erfahrungsvermittlung ist eine interdisziplinäre und grenzüberschreitende , um Veränderungsprozesse auch in komplexen Unternehmensstrukturen professionell gestalten zu können. Aus der Perspektive der Geschäftsleitung, des Interim Managers, der Entscheidungsträger von Kreditinstituten sowie der beratenden Berufe werden den Lehrgangsteilnehmern die besondere Expertise einer operativen und finanzwirtschaftlichen Restrukturierung sowie der juristischen Aspekte an die Hand gegeben, um insbesondere eine außergerichtliche Sanierung professionell umsetzen zu können. Neben einer international ansprechenden Managementausbildung ist es auch das Ziel, im wechselseitigen transnationalen Erfahrungsaustausch der Teilnehmer aus Deutschland, Österreich sowie Südtirol funktionierende Lösungsansätze als „Best Practice“-Standards zu entwickeln.

Der hochschulzertifizierte Lehrgang “Certified Turnaround Professional, CITuP”, der einmal jährlich angeboten wird, startet wieder im nächsten Jahr am 18. März 2021

Logo Bundesverband Deutscher Unternehmensberater e.V. verlinkt auf WebsiteBDU empfohlen         TMA-zertifiziert – Master-Studiengang Unternehmensrestrukturierung & -sanierung

Details finden Sie hier

 

 

Change Management im Hause Staudinger

Eingetragen am 31. Juli 2020

Das war großartig, die Abschlusspräsentation der Belegschaftsvertreter, die live und via Web-Streaming an die 230 Mitarbeiter im Hause der Firma Staudinger GmbH im niederbayerischen Loiching gegangen ist. Im Rahmen des Praxisprojekts unseres berufsbegleitenden Master-Studiengangs Unternehmensrestrukturierung & -sanierung der Hochschule in Kufstein waren wir die letzten 4 Monate gemeinsam mit der Belegschaft tätig, einen Change Management Prozess zu entwickeln. Akzentuiert wurden die interne Abstimmung, die Intensität des digitalen Workflows sowie Ansätze sich mit der Expertise Automatisierungstechnik auch abseits der Automobilindustrieeinen Namen zu machen.

 

 

“RestruTour 2020″ – Zu den besten der Zunft

Eingetragen am 17. Februar 2020

Markus Exler, Professor & Institutsleiter und seine Studierenden des berufsbegleitenden Master-Studiengangs Unternehmensrestrukturierung & -sanierung der Fachhochschule Kufstein hatten im Februar 2020 wieder Gelegenheit im Rahmen der Studienreise interessante Gesprächspartner zu treffen und aktuelle Themen wie Transformation & Turnaround von Unternehmen, Restrukturierungsberatung Big 4 und Boutique, Arbeitsgebiete der Insolvenzverwalter und Kanzleiorganisation sowie Interim Management zu diskutieren:

  • Clifford Chance, Frankfurt – Dr. Stefan Sax & Dr. Christina Maria Weidner
  • White & Case, Frankfurt – Dr. Andreas Kleinschmidt
  • Brigitte Küchen, Hiddenhausen – Jonas Bextermöller, Martin Cordes, Simon Eickmann, Stephan Gittel, Kai Menke, Jens Uhe und Ulrike Wessel
  • LAMBRECHT Rechtsanwälte, Düsseldorf - Annamia Beyer, Martin Lambrecht und  Gülsah Tann
  • Deloitte, Düsseldorf – Philip Bloemendaal, Christina Fiedler, Alex Morton und Stefan Sanne
  • messe- und ausstellungscenter Service, Langenlonsheim – Jörg Bürkle & Ildiko Szabo
Veröffentlichungen
INDat-Report 2/2020 “Tage der offenen Tür”, vgl. hier
EXISTENZ-Magazin “RestruTour 2020, Zu den besten der Zunft”, vgl. hier

 

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TMA-Siegel für den hochschulzertifizierten Lehrgang „Certified Turnaround Professional, CITuP“

Eingetragen am 28. November 2018

Nach etwa einjähriger Begutachtungszeit wurde anlässlich der 12. Jahrestagung der TMA-Deutschland das begehrte Siegel „TMA-approved“ verliehen. Sowohl im juristischen, als auch im wirtschaftlichen Bereich werden die Anforderungen an die Branche immer komplexer. „Wir brauchen daher ausgezeichnet ausgebildete Restrukturierungs-Professionals mit Sachverstand und Weitblick, auch für grenzüberschreitende Restrukturierungen“, so Eva Ringelspacher (s. Foto), Vorsitzende des Zertifizierungsausschusses der TMA und Senior Managerin bei Restrukturierungspartner jwt GmbH & Co. KG, Frankfurt.

Mit dem 3×3-tägigen Lehrgang „International Turnaround Professional leisten wir einen Beitrag zur Weiterbildung auf senior-professional Level, um Restrukturierungs- und Transformationsprozesse sachgerecht begleiten zu können. Unsere Teilnehmenden kommen aus dem Betätigungsfeld Strategie- & Restrukturierung, Interim Management, Strategisches Controlling, Kreditinstitute sowie Insolvenzverwaltung. Vielen Dank an den Zertifizierungsausschuss der Turnaround Management Association, die dieses doch sehr aufwendige Verfahren begleitet haben. Prof. (FH) Dr. Markus W. Exler nahm die Auszeichnung vom jetzt gewählten Erweiterten Vorstand der TMA-Deutschland, Eva Ringelspacher und Dr. Derik Evertz entgegen.

 

 

Die Digitalisierung bei Restrukturierungsberatern

Eingetragen am 23. November 2017

Im Rahmen des 15. Österreichischen IT & Beratertages am 23. November 2017 in der Wiener Hofburg – mit etwa 1.600 Teilnehmenden – hatte Markus Exler, Professor & Leiter des Instituts für Grenzüberschreitende Restrukturierung der Fachhochschule Kufstein Gelegenheit in seinem Vortrag mit dem Titel „Restrukturierung 4.0“ über die Herausforderungen der Restrukturierungsberater zu sprechen, welche die Digitalisierung mit sich bringt.

 

Herausgearbeitet wurde, dass die Branche in den einzelnen Beratungsprojekten eine stärkere Modularisierung sowie die Erfordernisse für das Bereitstellen einer digitalen Infrastruktur erwartet. Neue Formen der Zusammenarbeit, die unternehmensübergreifend über Plattformen organisiert werden, machen es notwendig, über eine Veränderung etablierter Vergütungsmodelle nach innen wie nach außen nachzudenken. Das sukzessive Anheben der Größenklassen der Kreditinstitute für die intensive Betreuung der Problemengagements wird dazu führen, dass immer weniger Einzelfallentscheidungen in den Markt kommen. Demzufolge wird sich die Beratungsbranche vermehrt im Netz präsentieren müssen. Denkbar sind Portale auf denen die einzelnen Leistungen angeboten, gekauft und bewertet werden. Die Online-Präsenz muss künftig noch stärker Alleinstellungsmerkmale und Kernkompetenzen widerspiegeln.

Teile des Vortrags sind im Existenzmagazin 2017, Ausgabe 3, S. 6-9 unter dem Titel Die Digitalisierung verändert auch die Restrukturierungsbranche veröffentlicht.

 

 

Gastprofessur an der Galgotias University, Greater Noida/Indien

Eingetragen am 30. Oktober 2017

Eingeladen für eine Gastprofessur für Mergers & Acquisitions sowie Corporate Restructuring im MBA-Programm an der Galgotias University im Oktober 2017 wurde Markus Exler von der Direktorin, Prof. Dr. Renu Luthra. Im Rahmen der Lehrveranstaltung wurden die Themen Unternehmensbewertung (Enterprise Valuation), Erfordernisse für eine Absichtserlärung (Letter of Intent) und eines Kaufvertrages (Share Purchase Agreement) sowie die Tipps und Tricks einer erfolgreichen Verhandlungsführung in M&A-Prozessen an Hand realer Transaktionen des Gastprofessors besprochen.

Abseits des akademischen Programms gab es für Markus Exler wieder ausreichend Gelegenheit bilaterale Gespräche mit den Professoren der Fakultät, der Hochschulleitung sowie mit dem Eigentümer zu führen.

 

 

Deutsch-polnisches Restrukturierungsforum in Breslau, Polen

Eingetragen am 7. Juni 2017

Das erste Deutsch-polnische Restrukturierungsforum mit Referenten und Teilnehmern aus Deutschland und Polen, ausgerichtet vom EXIS|TENZ MAGAZIN – Printmagazin für Finanzen, Restrukturiertung, Sanierung und Wirtschaft fand am 25. Mai 2017 unter der Initiative und Moderation von Detlef Fleischer in Breslau statt.

In seinem Vortrag Die Gestaltung von Veränderungsprozessen in mittelständischen Unternehmen stellte Prof. (FH) Dr. Markus Exler insbesondere heraus, dass es auf das “Mitnehmen” der Mitarbeiter ankommt. Gemäß der „Grundsätze ordnungsgemäßer Restrukturierung und Sanierung, GoRS“ des BDU-Fachverbandes Sanierungs- und Insolvenzberatung (2015) schließt die „Nachsorge“ an die erfolgreiche Sanierung des Unternehmens an. Herausgearbeitet wurden die für das Change Management relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse, die Umsetzung von Veränderungs- und Revitalisierungsprozessen in Unternehmen anhand von durchgeführten Projekten sowie Erfolgsfaktoren für den Praktiker. Auszüge des Vortrags finden Sie hier

Das Vortragstrio des Vormittags, die deutschen Professoren Markus Exler, Kufstein und Christoph Paulus, Berlin sowie der polnische Rechtsanwalt Pawel Kuglarz, TaylorWessing, Warschau am Vorabend vor eindrucksvoller Kulisse, der Universität Breslau (Bildquellen Existenz Magazin)